Porträts schreiben – Warum lesen und schreiben wir Porträts so gerne? (2)

Porträts gehören zu den beliebtesten Texten in den Medien, sowohl bei den Leser_innen als auch bei den Journalist_innen. Doch warum ist das so? Die Antwort ist eigentlich ganz einfach: Menschen interessieren sich für wenig mehr als für andere Menschen. Für manche wird das, was hinter den Vorhängen im Nachbarhaus vor sich geht, umso spannender, je … Weiterlesen …

Porträts schreiben – wie geht das? (1)

(Foto: Dieter Sieg/bluestudios.de)

Das Porträtschreiben zählt zu den Königsdisziplinen des Journalismus. Es ist auch tatsächlich eine der schwierigsten und anspruchsvollsten Formen. Wenn Kolleg_innen Porträts schreiben, aber fest stecken, ziehen sie mich manchmal zu Rate. In der Regel haben sie keine spezifischen Fragen, sondern nur das Gefühl, dass sie irgendetwas an ihren Porträts verbessern könnten – bloß was? In … Weiterlesen …

„Es ist mir scheißegal, wie Frauen sich dabei fühlen“ – Frauen und Sprache

Wie "scheißegal" ist es wirklich, dass Frauen auch aus sprachlicher Sicht nicht gleichberechtigt sind? (Foto: Rainer Sturm / pixelio.de)

Es geschieht selten, dass mich etwas so ins Mark trifft, dass mir schlicht die Worte fehlen. Gestern telefonierte ich mit einem Kollegen, mit dem ich seit mehr als dreißig Jahren befreundet bin. Es liegen sehr viele Kilometer zwischen uns, doch wir kennen uns gut, wir schätzen und lieben uns, obwohl wir verschiedener kaum sein könnten. … Weiterlesen …

Mir reicht’s! – Ich bin nicht „der Wähler“, „der Leser“, „der Bürger“!

Eindeutig in der Minderheit, und dennoch immer öfter alleinig präsent. Mir reicht's! (Foto: Tim Reckmann / pixelio.de)

Immer mehr Medien haben den Plural verlernt. Bei Wahlen geht „der Wähler“ an die Urne, „der Bürger“ geht auf die Barrikaden, „der Leser“ liest immer häufiger digital, und im Einzelhandel ist „der Verbraucher“ verantwortlich für ein gutes Weihnachtsgeschäft. Alles nur Männer? Oder soll ich mich etwa von diesen Bezeichnungen auch angesprochen fühlen? Vergessen Sie’s! Der … Weiterlesen …

Wie erkennt man Lügen? – Ein Test zeigt’s.

Gibt es auch körpersprachliche Muster bei Lügen? Machen Sie den Test. (Foto: Alexandra H. / pixelio.de)

Wie war das noch mit der Glaubwürdigkeit von Lügen? Vor kurzem habe ich von einer Studie der Universitäten Harvard und Wisconsin berichtet, in der herausgefunden wurde, dass man Lügen anhand bestimmter Sprachmuster erkennen kann. Diese beiden Universitäten sind aber nicht die einzigen, die sich mit diesem Thema beschäftigen. In einer Studie der Universität von Chicago … Weiterlesen …

Über den Umgang mit unerwünschten Pressemitteilungen

(Bernd Sterzl / pixelio.de)

Fast jeden Tag erhalte ich Pressemitteilungen per E-Mail – manchmal ist es nur eine, manchmal zähle ich sie schon gar nicht mehr. In 99% der Fälle sind es Mails, die mir ungefragt zugeschickt werden. Was ansich nicht allzu schlimm wäre, hätten die Themen wenigstens ansatzweise etwas mit meiner Arbeit zu tun. Haben sie aber nicht. … Weiterlesen …

Wie erkennt man Lügen?

Gibt es auch körpersprachliche Muster bei Lügen? Machen Sie den Test. (Foto: Alexandra H. / pixelio.de)

Als Journalistin, insbesondere wenn ich Porträts schreibe, auf die ich mich ja spezialisiert habe, bin ich darauf angewiesen, dass mir die Menschen, mit denen ich spreche, die Wahrheit sagen. Oder zumindest das, was sie selbst für die Wahrheit halten. Insbesondere, wenn es um Dinge geht, die ich nicht mehr überprüfen kann, weil bspw. eine erwähnte … Weiterlesen …

Gold für Skispringerin Vogt – und ein bisschen auch für mich

(Foto: Petra Discherl / pixelio.de)

Vor etwas über dreißig Jahren saß ich in meinem Zimmer und schrieb einen hoffnungsvollen Brief an den Deutschen Skiverband (DSV). Im Radio hatte ich von einer tollen Wintersportart gehört, und Fotos davon in der Zeitung gesehen (wir hatten damals keinen Fernseher). Ich war zu jener Zeit bereits Leistungssportlerin; mit einer verkullerten Rolle vorwärts im Alter … Weiterlesen …

Nachruf auf Ramona Richter

Man muss sich einlassen können auf Mensch und Geschichte, um ein gutes Porträt über jeden Menschen schreiben zu können. (Foto: Birte Vogel)

„Du, setze dich da“, sagte der Mann. „Was du wolle?“
„Können Sie nicht normal Deutsch mit mir sprechen?“, fragte sie.

Diese Szene, mit der mein Porträt von Ramona Richter beginnt, spielte sich vor einigen Jahren in einem Ordnungsamt in Hannover ab. Doch nicht nur dort – immer und überall sah sie sich mit den jämmerlichen Vorurteilen ihrer Mitmenschen konfrontiert. Wen wundert’s, wenn ein Mensch dann misstrauisch wird?

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