Wer macht den Journalismus kaputt?

Wer macht den Journalismus kaputt? (Text: Birte Vogel, Foto: rawpixel/Pixabay)

Immer wieder ist die Rede davon, dass der Journalismus in den Tageszeitungen vor die Hunde geht. Dass Artikel belangloser werden. Dass Zeitungen Abonnent_innen verlieren. Dass Werbepartner_innen abspringen. Dass Kolleg_innen entlassen werden. Das Internet ist schuld! Die Journalist_innen sind selbst schuld! Die nicht mehr werbenden Firmen sind schuld! Aber wer macht denn nun wirklich den Journalismus kaputt?

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So machen Sie rechtspopulistische und rechtsextreme Ideologien wieder salonfähig

So können Sie rechte und rechtsextreme Inhalte eindämmen.

Wir leben in einer gefährlichen Zeitenwende – in diesem Moment werden rechte und rechtsextreme Ideologien wieder salonfähig. Und alle, die bis heute behaupten, sie hätten sich 1933 gewehrt, widerlegen sich gerade selbst. Sie wehren sich nicht nur nicht, sie tragen aktiv zum Wiedererstarken der Rechten und Rechtsextremen bei – Medien, Politiker_innen und Bürger_innen.

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Flüchtlingsheime brennen, und die Kanzlerin schweigt

Flüchtlingsheime brennen, und Angela Merkel schweigt. (Foto: Tim Reckmann / pixelio.de)

Seit sieben Monaten schweigt Angela Merkel zu den rasant angestiegenen Zahlen der Angriffe auf Flüchtlinge und Flüchtlingsheime im Land. Nicht einmal dann, wenn sie direkt auf diese Gewalt angesprochen wird, bringt sie es über sich, Stellung zu nehmen. Eine unverantwortliche und absolut inakzeptable Haltung.

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Warum man Auschwitz niemals „hinter sich lassen“ darf

"Hinter sich lassen" bedeutet vergessen – und das darf niemals sein. (Foto: pixabay)

Schaue ich in diesen Tagen nach Dresden und lese dann Berichte darüber, dass laut einer Bertelsmann-Studie 81 % der Bevölkerung „die Geschichte der Judenverfolgung ‚hinter sich lassen‘ möchten“, bin ich fassungslos. Denn „hinter sich lassen“ ist viel mehr als nur, das Gefühl einer ungerechten Schuldzuweisung loszuwerden oder die Lasten früherer Generationen abzuwerfen. „Hinter sich lassen“ bedeutet, da ist etwas abgeschlossen, ein für alle Mal; und es ist Zeit, dieses Etwas zu vergessen.

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Versicherungen oder Gedichtanalysen – was sollten 17-Jährige in der Schule lernen?

Screenshot Twitter-Beitrag von @nainablabla

Vor wenigen Tagen machte dieser Tweet einer 17-jährigen Schülerin die Runde:

Das kam sogar Bundesbildungsministerin Johanna Wanka zu Ohren, die befand, es sei gut und wichtig, wenn man mal darüber spreche. Ja, angesichts der Anzahl von Retweets und Likes und des Rummels um die 17-Jährige ist das wohl dringend nötig.

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Was ist so gefährlich an „Pegida“?

Das ist so gefährlich an "Pegida": der erneute Marsch mit den Rechtsextremen. Und wieder sieht's niemand, hört's niemand, sagt's niemand? (Foto: Rolf Handke / pixelio.de)

15.000 Menschen sollen es gewesen sein, die zuletzt in Dresden mitmarschiert sind mit „Pegida“, den selbsternannten „Patriotischen Europäern gegen die Islamisierung des Abendlandes“.

15.000 Menschen!

Viele von ihnen protestieren, so ist es einigen Medienberichten zu entnehmen, weil sie frustriert sind, weil sie Angst haben, und weil sie das Gefühl haben, dass die Politik nichts für sie tut, sondern nur für andere (in diesem Fall Menschen, die vor Krieg, Verfolgung, Vergewaltigung flüchten). Angesichts einer Reihe

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Wie kann man Flüchtlingen helfen?

Flüchtlingsbaracke im niedersächsischen Großgoltern – abgelegen, heruntergekommen, keinerlei Privatsphäre, wenig Hoffnung. (Foto: Birte Vogel, 2011)

Viele Menschen fragen sich, was sie denn tun können, um Flüchtlingen in Deutschland zu helfen. Gerade jetzt, wo rechte und rechtsextreme Gruppen immer häufiger nachweislich falsche Gerüchte über Flüchtlinge streuen, sich zu „Bürgerwehren“ zusammenschließen, ohne auf großen Widerstand zu treffen, und wo in manchen Gegenden die rechten und rechtsextremen Parteien zusammen fast ein Viertel der … Weiterlesen …

Porträts schreiben – Das erste Interview (10)

Porträts schreiben: Im ersten Interview (besonders, wenn es das einzige ist) sollte man das Steuer in der Hand behalten. (Foto: sokaeiko / pixelio.de)

Für viele, die Porträts schreiben, ist das erste Interview nicht nur das erste Gespräch mit ihrem Gegenüber, sondern auch zugleich das einzige. Die Informationen, die Sie in diesem Gespräch bekommen, sind dann alles, was Sie bekommen können. Entsprechend gut muss das Interview laufen. Damit das klappt, werden Sie sich gut vorbereitet haben, Sie werden genügend … Weiterlesen …

Porträts schreiben – Aufnehmen oder mitschreiben? (9)

Porträts schreiben: Sollte man Interviews aufnehmen oder nur mitschreiben? (Foto: Lutz Doblies / pixelio.de)

Auch bei der Frage, ob Sie die Gespräche aufnehmen oder mitschreiben sollen, wenn Sie Porträts schreiben, sollten Sie zunächst diese Faktoren prüfen: wen interviewen Sie, wo erscheint das Porträt, und wie hoch ist Ihr Honorar? Warum ist das wichtig? Der erste Punkt (wen interviewen Sie?) ist deshalb wichtig, weil es von einigen Menschen weidlich bekannt … Weiterlesen …

Porträts schreiben – Vertrauen aufbauen (8)

Blind vertrauen? Wenn Sie Porträts schreiben, muss Ihr Gegenüber Ihnen vertrauen können. (Foto: La-Liana / pixelio.de)

Wenn Sie lebendige, dreidimensionale Porträts schreiben möchten, dann ist das Vertrauen nicht nur ein zentraler, sondern ein ebenfalls dreidimensionaler Faktor. Erstens müssen Sie Ihrem Gegenüber vertrauen können, dass das, was Sie nicht nachprüfen können, der Wahrheit entspricht (z. B. die Wiedergabe privater Gespräche mit mittlerweile verstorbenen Personen). Zweitens vertrauen die Leser_innen Ihnen und Ihrem Gegenüber, … Weiterlesen …